"Jetzt seid Ihr ganz übergeschnappt!" "Daaa wollt Ihr wirklich hin???" "Was... im WINTER!"
Das haben wir in der letzten Zeit schon öfter
zu hören bekommen, wenn wir von unserem Reiseplan für diesen
Winter Freunden oder Kollegen berichten. Doch wir haben uns nicht davon abbringen
lassen: Wir wollen eineinhalb Wochen Polarnacht und richtigen Winter erleben.
Warum also nicht mitten in der Polarnacht die
nordnorwegische Universitätsstadt Tromsø besuchen? Schon im
letzten Winter haben uns die Reise mit dem Hurtigrutenschiff von Bergen nach Tromsø und die drei Tage
dort sehr begeistert.
Was erwartet uns in Tromsø?
Im letzten Jahr war es gar nicht so kalt wie erwartet. Meistens hatten
wir Plusgrade. Zeitweise schneite es etwas und es gab eine dünne
Schneeschicht. Leider war es die ganze Zeit bedeckt und wir sahen kein
Polarlicht.
Was erwartet uns in Longyearbyen?
Longyearbyen liegt 963 km nördlich von Tromsø! Oder 840 km
nördlich des Nordkaps oder 3141 km nördlich Frankfurt oder
1315 km südlich des Nordpols auf Spitzbergen, oder wie die Norweger
die Inselgruppe nennen, Svalbard.
Warum diese Ziele?
Wieso ausgerechnet Nordnorwegen und Spitzbergen?
Unser Zeitplan
Internet
Wie auch im letzten Winter wollen wir wieder jeden Tag eine aktuelle
Seite mit Bildern und kurzen Berichten machen und sofort,
noch am selben Tag während der Reise, in den Server einspielen.
Abzurufen sind die Seiten über die Links in der Tabelle oben.
Tromsø ist das "Tor zur Arktis". Tor zur Arktis... Dann könnte
man doch... Ja, warum eigentlich nicht? Drei Tage auf Spitzbergen!
Von Tromsø aus kann man in ca. eineinhalb Stunden in die norwegische
Siedlung Longyearbyen fliegen.
Vielleicht bekommen wir ja in diesem Jahr etwas Polarlicht zu sehen.
In der Zeit vom 25. November bis zum 21. Januar geht die Sonne nicht
auf. Es ist fast den ganzen Tag pechschwarze Nacht.
Nur zur Mittagszeit war ein ganz dunkelblauer Himmel zu sehen.
Die Beleuchtung der Straßen, Geschäfte und sonst allem was
man noch 24 Stunden am "Tag" beleuchten kann ist überwältigend.
Tromsø ist eine lebhafte Stadt und das ändert sich auch
in der Polarnacht nicht. Es gibt interessante Museen, Restaurants und vieles
mehr!
(Für GPS-Freunde: 69° 38,8' N / 19° 0,9' E)
Etwa in der Zeit vom 28. Oktober bis zum 14. Februar geht hier die
Sonne nicht auf. Die mittlere Monatstemperatur beträgt im
Dezember -13,3° C, die höchste Temperatur war +6,7° C,
die niedrigste -35,6° C.
Longyearbyen hat ca. 1200 Einwohner, die zum großen Teil im Kohlebergbau,
für wissenschaftliche Institute, Behörden oder Tourismus arbeiten
und meist nur für ein paar wenige Jahre dort bleiben.
Seit ein paar Jahren gibt es auch Unterkünfte für Touristen,
so daß der Ort, der mehrmals in der Woche von Linienmaschinen angeflogen
wird, nun auch einfach besucht werden kann.
Longyearbyen verfügt über ca. 40 km Straßennetz. Außerhalb
des eigentlichen Ortsbereichs führt nur eine Straße durch das
Adventdalen zur
Forschungsradaranlage "EISCAT" und zur Grube 7 (Kohlegrube) und auf
der anderen Seite zum Flughafen und weiter in das Bjørndalen.
Es gibt keine Straßen zu den anderen Orten auf Spitzbergen (Barentsburg
(russisch), Ny Ålesund, Sveagruva).
Im Winter ist das beliebteste Fahrzeug der Schneescooter. Es gibt mindestens
so viele wie Einwohner!
Direkt am Ortsende beginnt die arktische Wildnis, in der man auch mit
gefährlichen Eisbärenbegegnungen rechnen muß.
(Für GPS-Freunde: 78° 13,6' N / 15° 37,4' E)
Ich habe 1981 Norwegen als Urlaubsland für mich entdeckt und seither
hat es mich nicht mehr losgelassen. Auf 20 Reisen, die meisten mit dem
Campingbus, habe ich das Land von Südnorwegen bis zum Nordkap
und Kirkenes an der russischen Grenze bereist. Einige Freunde und
ehemalige Studienkollegen teilen die Begeisterung und wir hatten schöne
Sommertouren miteinander.
Im Sommer freut man sich an den hellen Nächten und der Mitternachtssonne
und kann sich gar nicht so recht vorstellen, wie es denn sein soll,
wenn es im Winter in Nordnorwegen überhaupt nicht mehr hell wird.
Auch das Polarlicht, das man aus Büchern kennt, sieht man in den
hellen Sommer"nächten" nicht.
Deshalb machten wir im Winter 1998 eine Reise im Dezember mit der Hurtigrute (Postschifflinie)
von Bergen nach Tromsø in die Polarnacht.
Es war ein tolles, interessantes Erlebnis. Leider war der Himmel meistens
bedeckt und wir sahen kein Polarlicht.
Auf dieser Reise war auch Michael zum ersten Mal in Norwegen. Er war
sofort von diesem Land begeistert.Von ihm stammt der Vorschlag für diese Winterreise.
Ganz kurzfristig, weniger als eine Woche vor dem Abflug, hat sich nun auch noch Herbert
entschlossen dabei zu sein. Er startet am Freitag in Frankfurt und wir treffen uns dann
in Tromsø im Flugzeug.
Spitzbergen habe ich im Sommer 1998 zum ersten mal besucht und war
sofort fasziniert von dieser arktischen Landschaft. Im Sommer 1999
gab es dann eine zweite Tour dorthin, diesmal mit ein paar Tagen in
Longyearbyen. Ein wirklich interessanter Ort (siehe oben)!
Wenn man die Berichte über die Überwinterung von Trappern
und Forschern auf Spitzbergen liest, fragt man sich wie das Leben in dieser
Zeit
überhaupt möglich sein kann. Einen guten Eindruck gibt das
Buch von Christiane Ritter "Eine Frau erlebt die Polarnacht".
Nun, wir wollen uns das anschauen und erleben. Da für uns Stadtmenschen
eine einsame Hütte auf Gråhuken in Nordspitzbergen im Winter
doch nicht so geeignet zu sein scheint, wohnen wir in Longyearbyen
im gemütlichen "Svalbard Polar Hotel".
Überlebenstraining in der arktischen Wildnis im Luxus...
Mittwoch, 8.12.1999
16:00 bis 18:05 Flug von Frankfurt / Main nach Oslo
20:40 bis 22:25 Flug von Oslo nach Tromsø
Donnerstag, 9.12.1999
Tromsø
Freitag, 10.12.1999
20:55 bis 22:30 Flug von Tromsø nach Longyearbyen
Samstag , 11.12.1999
Longyearbyen
Sonntag, 12.12.1999
Longyearbyen
Montag, 13.12.1999
Longyearbyen
Dienstag, 14.12.1999
14:05 bis 15:35 Flug von Longyearbyen nach Tromsø
Mittwoch, 15.12.1999
Tromsø
Donnerstag, 16.12.1999
Tromsø
Freitag, 17.12.1999
Tromsø
Samstag, 18.12.1999
10:05 bis 11:50 Flug von Tromsø nach Oslo
18:55 bis 21:05 Flug von Oslo nach Frankfurt / Main
(Zu den Bildseiten bitte den Link oben oder unten benutzen)
Wir sind auch wieder über E-Mail erreichbar und freuen uns über
Post. Da unser Internetzugang nur aus einem GSM-Handy mit 9600 Bit/s
besteht bitten wir um kurze Mails, die nur Text enthalten sollten.
Bitte keine Bilder oder Programme schicken.
In Longyearbyen gibt es eine GSM-Basisstation, die über einen
Satelliten mit dem Netz auf dem Festland verbunden ist.
Uns ist nicht bekannt ob eine Internetverbindung darüber möglich
ist. Falls dies nicht möglich ist, werden wir trotzdem jeden Tag
eine Seite vorbereiten und diese dann am Dienstag aus Tromsø
übertragen.
E-Mails an uns während der Reise
Interessante Links (Tromsø)
Wettervorhersage
für Tromsø
Wetter
in Norwegen (DNMI)
Nordlichtplanetarium
in Tromsø
Polarlicht
Livekamera
in Tromsø
Interessante Links (Svalbard, Longyearbyen)
Wettervorhersage
für Longyearbyen
Wetterstation im Adventdalen
(bei Longyearbyen)
Svalbard Pages (Informationen
über Svalbard)
Außenstelle der norwegischen
Universitäten in Longyearbyen
Literatur über Spitzbergen (Svalbard)
Andreas Umbreit
"Spitzbergen Reisehandbuch"
Susan Barr
"Norway's Polar Territories"
Christiane Ritter
"Eine Frau erlebt die Polarnacht"
Natürlich gibt es noch viel mehr....